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Definition

SAM IT-Definition

Software Asset Management: Disziplin, die Lebenszyklus, Konformität und Kosten der Software-Lizenzen einer Organisation steuert.

Das SAM (Software Asset Management) ist die ITAM-Sub-Disziplin, die sich der Lebenszyklus-Steuerung von Software-Lizenzen widmet: Käufe, Bereitstellungen, tatsächliche Nutzungen, Verlängerungen, Konformität mit den Nutzungsrechten. Ziel: bezahlen, was man nutzt — nicht mehr, nicht weniger — bei gleichzeitiger Konformität mit den Verträgen.

Laut Gartner erleiden Organisationen ohne reifes SAM typischerweise 20 bis 30 % Software-Überausgaben und ein signifikantes Geldstrafen-Risiko bei Hersteller-Audits, das mehrere Millionen Euro bei Microsoft, Oracle oder SAP erreichen kann.

Warum SAM strategisch geworden ist

  • Inflation der Lizenzmodelle: pro Benutzer, pro CPU-Kern, pro Kapazität, pro Funktion.
  • Aggressivität der Hersteller-Audits: Oracle, Microsoft, IBM, SAP, Autodesk.
  • Explosion des [SaaS](/de/glossary/saas): heute dominieren Abonnements die Software-Ausgaben.

Schlüsselprozesse

  • Kontinuierliches Inventar: .
  • Abstimmung Rechte/Nutzung: .
  • Konformitätsmanagement: vermeiden, sowohl unter- als auch überlizenziert zu sein.
  • Kontinuierliche Optimierung: .
  • Audit-Vorbereitung: .
  • Beschaffungs-Governance: .

SAM vs. SaaS Management

  • Traditionelles SAM: installierte Software mit ewigen oder komplexen Lizenzen.
  • SaaS Management: Cloud-Abonnements mit einfacheren Modellen, aber Anbieter-Vermehrung.

Die audit-aktivsten Hersteller

Oracle, Microsoft, IBM, SAP, Adobe, Autodesk.

SAM-Normen

  • ISO/IEC 19770-1: SAM-Prozesse.
  • ISO/IEC 19770-2: SWID-Tags-Standardisierung.
  • ISO/IEC 19770-3: Nutzungsrechte-Schema.

SAM-Werkzeuge

Vier Familien:

  • Dedizierte SAM-Tools: Flexera One, Snow Software, USU.
  • Integrierte ITAM-Suiten: ServiceNow SAM Pro, BMC Helix SAAM.
  • SaaS-Management-Plattformen: Productiv, Zylo, BetterCloud.
  • Lebende Asset-Graph-Plattformen: Kabeen.

Vorteile eines SAM-Programms

  • 20 bis 30 % Einsparungen: im ersten Jahr.
  • 60 bis 80 % Reduktion des Regularisierungs-Risikos: bei Audits.
  • Beschleunigte Bereitstellung: .
  • Bessere Vorbereitung auf Modell-Änderungen: .

Ein SAM-Programm starten

  1. Inventar aufbauen.
  2. Verträge kartieren.
  3. Tatsächliche Nutzung messen.
  4. Quick wins identifizieren.
  5. Industrialisieren.
  6. Erstes Audit vorbereiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist SAM?

+

SAM (Software Asset Management) ist die Disziplin, die den Lebenszyklus der Software-Lizenzen einer Organisation steuert: Inventar, Käufe, Bereitstellung, Verfolgung der tatsächlichen Nutzung, Verlängerung, Konformität. Ihr Ziel ist es, nur das zu bezahlen, was tatsächlich genutzt wird, und gleichzeitig konform mit den Hersteller-Verträgen zu bleiben, um sowohl Verschwendung als auch Audit-Regularisierungen zu vermeiden.

Unterschied zwischen SAM, ITAM und SaaS Management?

+

ITAM ist die globale Disziplin der IT-Asset-Verwaltung (Hardware, Software, Cloud, Verträge). SAM ist die Sub-Disziplin, die auf Software-Lizenzen fokussiert ist, traditionell auf installierte Software. SaaS Management ist die SAM-Ausprägung auf SaaS-Abonnements mit spezifischen Werkzeugen und Prozessen. Die drei verschmelzen zunehmend unter dem modernen ITAM-Dach.

Warum sich auf ein Hersteller-Audit vorbereiten?

+

Weil Hersteller wie Oracle, Microsoft, IBM, SAP oder Adobe regelmäßige kommerzielle Audits durchführen — oft alle 2 bis 3 Jahre. Eine nicht vorbereitete Regularisierung kann bei den großen Herstellern mehrere Millionen Euro erreichen, ohne die Mehrkosten zukünftiger aufgezwungener Lizenzen. Ein ausgereiftes SAM-Programm ermöglicht es, in einer Position der Beherrschung und Verhandlung in das Audit zu gehen.

Welche Normen strukturieren das SAM?

+

Die Normen-Familie ISO/IEC 19770 ist die Referenz: 19770-1 beschreibt die SAM-Prozesse, 19770-2 standardisiert die SWID-Tags (Software-Identifikatoren), 19770-3 das Beschreibungsschema der Nutzungsrechte. Eine ISO-19770-1-Zertifizierung ist ein Trumpf gegenüber den Hersteller-Auditoren: sie demonstriert die Reife der Lizenz-Governance.

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